Hängesyndrom

Ein Hängesyndrom («Hängetrauma») ist ein potenziell lebensbedrohlicher Schockzustand, beispielsweise infolge längerem, bewegungslosem freiem Hängen in einem Auffanggurt.


URSACHEN

  • Blut wird beim Menschen in den Venen durch Bewegung und den dadurch entstehenden Druck der Muskulatur auf die Venen zurück zum Herz gepumpt (Muskelpumpe).
  • Beim regungslosen Hängen im Auffanggurtsystem versackt das Blut in Beine und Arme. Die Muskelpumpe funktioniert nicht mehr. Dies führt zu ernsthaften Kreislaufproblemen und kann auch zu Sauerstoffmangel im Gehirn führen.

DIE ZEIT LÄUFT DAVON!

  • Man geht davon aus, dass bereits nach 10 Minuten regungslosem Hängen bleibende Schäden eintreten können.
  • Nach spätestens 20 Minuten sollte eine Person aus der hängenden Position entlastet sein.

WICHTIG
Rettungsdienste müssen auf die Gefahr eines Hängesyndroms und eines drohenden Bergungstodes hingewiesen werden! Wenn es die Vitalfunktion der Person erlaubt, die verunfallte Person in Oberkörperhochlage halten.